Ein bereits Ende Januar entdecktes Sicherheitsloch im Internet Explorer, bei dem Probleme mit gefälschten CLASSIDs auftraten, wurde nun auch in der Windows-Version des Opera-Browsers gefunden.
Dabei wird über eine gefälschte CLASSID etwa eine vermeintlich ungefährliche PDF-Datei eingeschleust, die eigentlich eine HTML-Datei ist. Das Problem betrifft auch den Internet Explorer. Allerdings startet Opera ein Windows-Dialogfeld zum Speichern oder Öffnen der Datei, der IE den Acrobat Reader. Wird bei Opera die Datei geöffnet, wird der HTML Code ausgeführt, der unter Umständen gefährliche Eigenschaften besitzen kann.
Bisher gibt es keinen Patch für dieses Problem. Es sollen die 7.x Versionen Von Opera betroffen sein. Ob auch ältere Ausgaben des Browsers betroffen sind, wurde bislang nicht geprüft.
Werden allerdings solche Dateien abgespeichert und dann ausgeführt, werden diese nicht gestartet, da der Windows Explorer die Fälschung bemerkt.
Update:
heise.de präzisiert:
"Der falsche Dateiname wird in Opera unter anderem wegen eines zu kleinen Dialogfensters angezeigt, so dass in der Secunia Demo mit den Opera-Standardeinstellungen nur secunia.pdf zu sehen ist. Verbreitert man das Dialogfenster, so sieht man den kompletten Namen der Datei. Der vollständige Dateiname wird auch beim Speichern angezeigt und die Datei sogar als HTML-Applikation erkannt. Anders als beim Internet Explorer, zeigt die Datei nach dem Speichern aber nicht das PDF-Icon. Nach Angaben von Yngve Pettersen, Senior Developer bei Opera, schaue man sich den Fehler bereits an. Da sich das Problem auch mit anderen Browsern reproduzieren lässt, scheint der Fehler an Windows selbst zu liegen. Offenbar verlassen sich die Browser auf einige Windows-Funktionen, ohne eigene Überprüfungen vorzunehmen."

