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Vollansicht: Kosten eines Bundestrojaners und die Realisierung
Rokop Security > Security > Trojaner, Viren und Würmer
Habakuck
Lest euch das mal durch. Echt heftig.

http://wiki.piratenpartei.de/images/5/54/B...-skype-tkue.pdf
Nightwatch
Hmm... was hat das Thema mit dem Bundestrojaner zu tun?

Das Internet ist ein relativ rechtsfreier Raum. im Übrigen sogar mit der einzige rechtsfreie Raum im globalen Sinne, den es gibt. Ist das richtig so? Ich sage nein!
Die Piraten-Partei wird mir mit jedem Marketing immer unsympathischer. Sie haben weder Ideen, noch Durchsetzungskraft und führen einen Wahlkampf, der für mich absolut nicht überzeugend ist thumbdown.gif ! Auch wenn ich mich hier dadurch unbeliebt machen sollte ( smile.gif ), weil hier viele wohl Piraten-Anhänger sein könnten, aber ich halte diese Partei für genauso bescheiden, wie viele anderen auch.

Und ja, ich finde so etwas, wie in dem Schreiben hervorgeht, alsbolut wirksam und in Ordnung!

Grüße,
Nightwatch

Voyager
Das könnte am DigiTask Monopol liegen das die Preise an die 10000 Euro pro PC Spionage reichen wink.gif

@Nightwatch

Möglicherweise geht sowas in Ordnung , eine Sache übersiehst du allerdings. Es gibt bei den Regierungsvorhaben die sich auf das Internet beziehen keinerlei Rechtstaatliche Kontrollen und dadurch ist das Mißbrauchspotential sehr hoch und Unvertretbar. Auf der anderen Seite geht man dumm und mit öffentlichen Lügen an diese Vorhaben heran was das Vertrauen in diese Vorhaben auch nicht gerade fördert , regierungsseitig gibt es sogut wie keine Internetkompetenz .
Habakuck
=) Es ging hier NICHT um Parteifragen also bitte ignoriert den Link. Es geht um das Dokument an sich.
aido
@Nightwatch

Wer dir das erzählt hat, der Lügt! Das Internet ist kein Rechtsfreier Raum. Die Gesetze die im realen Leben angewandt werden gelten natürlich auch für das Internet. Dieser Slogan ist reine Wahltaktik und Kalkül um eine große Anzahl für die Etablierung einer Zensur hinter sich zu haben.

Was zu der Frage über die Kosten angeht, sollte man zunächst über mehr Personal reden. Denn aufgrund von Personalmangel bleiben viele Delikte einfach liegen und werden dann schließlich von den Gerichten verworfen. Zudem müssen speziell Beamte dafür geschult werde. Ganz zu Schweigen von den Psychischen Belastungen denen sie ausgesetzt sind. Guck du dir mal Tag ein, Tag aus diese Sachen an dann weist du was ich meine.

Zudem muss euch klar sein, dass die Kosten die für die Art der Überwachung erzeugt werden, werden schließlich an die Nutzer weitergegeben. Die Internet-Anbieter die zu diesen Umbaumaßnahmen quasi gezwungen werden, werden diese Kosten an die Endnutzer weitergeben.

Politische Fragen will ich in diesem Thread nicht kommentieren. Ein sei jedoch gesagt: Die etablierten Parteien haben so gut wie keine Ahnung im Umgang mit dem Internet. Von daher verwundert nicht, dass Entscheidungen in die falsche Richtung gehen.

Um es mal Deutlich zu machen: In China z.B. können sich Anwender in Foren nur noch mit ID-Nummer Anmelden. Wenn man das Netz jetzt weiterspinnt, dann wird über kurz oder lang die Bundesregierung auf dieses Thema zugreifen. Damit werden die Grenzen der Freiheit immer mehr begrenzt. Wer das nicht begreift hat nichts gelernt.
In Frankreich ist man soweit das Filesharern die Leitung gekappt wird. In Deutschland passiert das schon lange bei Spam-Verdacht. Eine Ausweitung auf kritische Seiten ist hierbei nicht auszuschliessen.

Wie die Geschichte uns gelehrt hat, kommen wir dann irgendwann auf einen Punkt der (wie Indien, China) mit absoluter Sicherheit zu Aufständen führen wird.
Voyager
ZITAT
In Deutschland passiert das schon lange bei Spam-Verdacht


Aber nur auf dem Papier , mit dem eigentlichen Thema hat das weniger zu tun weil das Entscheidungen der Provider sind . Hierbei wird aber auch nicht der Internetzugang abschaltet sondern nur der SMTP Port bis der User das Problem behoben hat.
Nightwatch
ZITAT(aido @ 06.09.2009, 22:57) *
Wer dir das erzählt hat, der Lügt! Das Internet ist kein Rechtsfreier Raum. Die Gesetze die im realen Leben angewandt werden gelten natürlich auch für das Internet.

Tatsächlich? Dann lade mal auf einem chilenischen Server eine deutsche Homepage hoch, die illegales Zeug verbreitet! Jetzt will ich sehen, welches Recht gilt sad.gif .
Das Internet ist nicht nur so gespickt von Rechtslücken, sondern bietet alle Möglichkeiten der Kriminalität. Einen größeren Spielplatz gibt´s eigentlich kaum. Wenn jetzt die Piraten-Partei kommt und will alles lockern, dann liegt sie imo falsch. Aber das ist ein anderer Standpunkt smile.gif .
Zumindest finde ich das Eingangs-Posting nicht schlimm oder verkehrt. Meinetwegen können die auch 30.000 ausgeben. Hauptsache, es halt Erfolg thumbup.gif

gruß,
Nightwatch
Voyager
ZITAT
Wenn jetzt die Piraten-Partei kommt und will alles lockern, dann liegt sie imo falsch


Was wollen die denn lockern ? confused.gif Du wirst nicht einen einzigen Piraten finden der KinderPorno Seiten (falls es diese überhaupt gibt) total locker findet , jeder möchte diese aus dem Netz raushaben. Das ist auch möglich wenn Regierungen Druck auf Länder ausüben wo die Netzprovider in den seltenen Fällen die Seiten nicht löschen, in den meisten Fällen ist das Löschen von Seiten möglich weil es entsprechende Gesetzeslagen in jedem Land gibt. Das wäre glaubhafte Politik anstatt sinnlose GeheimZensur einzuführen.

ZITAT
Zumindest finde ich das Eingangs-Posting nicht schlimm oder verkehrt. Meinetwegen können die auch 30.000 ausgeben. Hauptsache, es halt Erfolg


Für eine Sinnlosmaßnahme (weil man hiermit die schweren Terror-Jungs sicher kaum erwischen kann , die lassen sich kein Trojaner aufschieben oder verwenden Skype erst garnicht) ist das einfach zu teuer , das sind immerhin Steuergelder und das bezahlt der Bürger.
Nightwatch
ZITAT(Voyager @ 07.09.2009, 00:02) *
Das wäre glaubhafte Politik anstatt sinnlose GeheimZensur einzuführen.

Hi!
Nein, meiner Meinung nach sind beide Extreme falsch. Zensur für´s Internet? Ja! Härtere Überwachungen? Ja! Bundestrojaner? Nein!
Es gibt auch Grauzonen. Das Internet muss definitiv sicherer und zugleich eingeschränkter werden. Nicht so viel wie die CDU es will und nicht so wenig wie die Piraten. Das ist doch das Dilemma. Ich persönlich gebe gern Steuergelder für Verbrechensbekämpfung aus. Jedenfalls lieber, als jemanden überhöhte, aber dennoch stetig sinkende Schwermetall-Preise zu bezahlen smile.gif . Internet ist sicherlich ein Wahlkampfthema der heutigen Welt. Aber es sollte nicht das einzige bleiben.
Sasser
confused.gif Die Richtung kann wohl kaum sein, das Machbare wird gemacht und nach dem Sinn wird nach zerstörter Demokratie gefragt.
Nightwatch, du übersiehst bei aller berechtigter Nachfrage nach einer neuen und meinetwegen auch suspekten Partei, die Grünen waren das damals auch und hatten damit gar kein Problem, dass bei Schäuble und Co/Merkel Mitläufer, der Bürger unter Generalverdacht gestellt wird. Erst spionieren dann fragen
hierzu gibt es diverse Rechtsauffassungen die dies als illegal bescheinigen. Ein Generalverdacht nur weil jemand Internet hat, dieses womöglich auch fleißig nutzt und sich dazu noch in Foren unterhält....
Klingelt es schon an der Tür ? http://www.youtube.com/watch?v=AJJoB93W3QE


PS.

Zu dem Papier, das hier Eingangsposting wieder ausgegraben wurde...das war schon in Beiträgen zur Bundestrojaner Diskussion damals hier vorgestellt worden und orientierte sich an der Technik von Gestern. Ich gehe mal davon aus das sich das Kanzleramt nun in der Lage sieht diese Überwachungen selber zu bewerkstelligen ?grins.
Heike
Nightwatch, ich weiß echt nicht, wo Du für einen aufgeklärten Internetnutzer Gefahren siehst, die eine Zensur und Überwachung für alle nur ansatzweise rechtfertigen würden. confused.gif

Natürlich ist das Internet keine Blümchenwiese, es ist eben, wie alles im Leben, auch mit Gefahren verbunden. Diese sind aber für aufgeklärte Nutzer leicht zu händeln.

Wäre es nicht der richtige Weg alle Leute aufzuklären und ggfs. diejenigen, die nicht aufgeklärt werden wollen und weiterhin alles anklicken möchten, was nicht bei 3 auf die Bäume geflüchtet ist, mit Einschränkungen zu belegen? analog zum Führerschein vielleicht? Wäre doch was, Leute ohne Internetführerschein dürfen nur mit ISDN-Geschwindigkeit die Datenautobahn benutzen, und wer seinen PC als Mitglied eines Botnetzes nutzen läßt bekommt etwas wie Punkte und Führerscheinentzug = wieder ISDN, für ein paar Monate.

Was meinst Du, wie sich das auf die allgemeine Sicherheit auswirken würde? Sehr positiv, davon bin ich überzeugt.

Ist natürlich keine Idee, die dazu beiträgt Wahlen zu gewinnen, ist mir auch klar.

Ich bin übrigens der Überzeugung das ein Bundestrojaner mehr zur Bekämpfung von Kindesmißbrauch beitragen würde als diese albernen Stopschilder. Sicherlich würde es in Einzelfällen mal glücken das "Geschehen" per Webcam remote aufzuzeichen und so gleich einen Beweis zu haben, denn Kindesmißbrauch findet nun mal meist im vertrauten Umfeld des Kindes statt, auch wenn man es vorzieht darüber nicht zu reden, sondern als Täter lediglich den bösen Mann, der hinter einen Gebüsch lauert, zu sehen.
Solution-Design
Die kleinen Provider sperren bei Spammail-Aufkommen schon mal den Zugang. Ergebnis: Nutzer hat gelernt. Leider hat das noch keine Schule gemacht.
SLE
ZITAT(aido @ 06.09.2009, 22:57) *
Politische Fragen will ich in diesem Thread nicht kommentieren. Ein sei jedoch gesagt: Die etablierten Parteien haben so gut wie keine Ahnung im Umgang mit dem Internet. Von daher verwundert nicht, dass Entscheidungen in die falsche Richtung gehen.


Ich möchte jetzt hier auch keine politischen Diskussionen anfangen. Aber diese Aussage ist definitiv falsch - es gibt a.) durchaus Angestellte für solche Fragen, b.) eine Vielzahl von externen Beratern die sich sehr wohl mit der Materie auskennen.

Von daher...

aido
Die externen Berater wie du meist sind z.B. unser Verein (CCC), die Personen bei AK-Zensur und all die, die mit angeschlossen sind. Politiker (ausgenommen die junge Generation) gibt es nur sehr wenige die sich gut Auskennen. Und was hat es gebracht, genau diese Politiker haben gegen das Vorhaben von Frau von der Leyen gestimmt, gehört hat es niemand. Es ist und bleibt eine Tatsache, dass zu wenig Personal mit einer Unmenge an Daten fertig werden muss. Und mit der Einführung weiterer Maßnahmen wird die Datenmenge eher steigen was zu noch mehr Unübersichtlichkeit führen wird. Desweiteren werden Filter eingesetzt, die nach "Schlüsselwörtern" suchen werden. Jetzt frag dich mal selbst in wie vielen Fällen diese Schlüsselwörter auf einen Potentiellen Täter treffen werden. Das ist nur ein sehr geringer Teil. Der Großteil der damit in Verbindung gebracht wird, muss dann unschöne Worte der eigenen Nachbarn anhören, und zudem seine Unschuld beweisen. Da die betreffenden Personen am kürzeren Hebel sitzen, werden sie zunächst alles über sich ergehen lassen und am Ende nicht mal einen anständigen Job zu finden. Ihr glaubt mir nicht, dass habe ich schon bei mir in der Umgebung miterlebt!

@Heike
Was soll denn der Bundestrojaner bewirken, wenn wie du sagst die meisten Delikte im Familiären Umkreis stattfinden. Wirst du damit dann irgendeinen Täter erwischen? Ich glaube kaum. Das Organisierte Verbrechen hat auch gegen solche (m.E. nutzlosen) Aktionen der Bundesregierung Maßnahmen dem zu entgehen. Die werden nicht das öffentliche Netz dafür nutzen. Im Gegenteil besitzen sie zum grössten Teil ihre eigene Infrastruktur wo kein Beamter rein kommt.

Ach ja der Internetführerschein. Ist ja Lustig mit was für Ideen manche Leute kommen. Wie soll es denn bei den Universitäten laufen, die sich Netz-übergreifend mit anderen Unis verbinden ja gar über Deutschland hinaus. Was meinst du wenn mal dort sich ein Botnetz installiert hat (ohne das es irgendjemand mitbekommt) sollen dann alle angeschlossenen Unis mit ISDN Surfen dürfen. Wie viele Ausnahmen willst du dabei machen. Denn oft finden solche Zugriffe auch über Uni-Rechner statt. Vielleicht einfach mal die Rechner abschalten und zurück zu den Büchern?
Das Netz kann man weiterspinnen öffentliche Verwaltung (davon waren einige in der Vergangenheit mit Trojaner verseucht). Energiekonzerne etc. etc.

Ich sehe schon, eine einfache Lösung wird es nicht geben. Wir sind nun mal in einem Zeitalter wo die Informationen das Leben bestimmen. Technische Entwicklungen voranschreiten, und viele Unternehmen davon Abhängig geworden sind. Es gilt einen Weg für ALLE beteiligten zu finden und nicht auf der einen Seite grob mit Kelle drauf hauen, und mal sehen was davon übrig bleibt. Um eine solche Voraussetzung zu schaffen, müssen wir alle daran arbeiten wer passiv dabei ist, sollte sich zumindest zurück halten und nicht gleich auf den Tisch kloppen wenn es Ihm/Ihr nicht Recht ist.

Voyager
@SebastianLE

Hören LügenUrsel und Schäuble auf die Auskenner und Berater ? Offensichtlich nicht. Die Leute die die Politiker beraten ihre Vorhaben durchzusetzen sind dann eben keine Auskenner.

@aido

Heike hat den familiären Mißbrauch gemeint den man eher mit einer versteckten Kamera und einem Bundestrojaner der alles überträgt erkennen würde als mit irgendwelchen Stopschildern.
SLE
ZITAT(aido @ 07.09.2009, 15:05) *
Die externen Berater wie du meist sind z.B. unser Verein (CCC), die Personen bei AK-Zensur und all die, die mit angeschlossen sind. ...


Oder andere. Es werden durchaus auch bei uns (Medienwissenschaft/Medienforschung) Meinungen und Gutachten angefordert...
Und es gibt auch in den etablierten Parteien Experten - zahlenmäßig vielleicht sogar mehr als in den kleineren Parteien (verhältnismäßgig leider weniger, so dass ein überstimmen leider möglich ist wink.gif )

Die Umsetzung in die politische Realität sieht leider anders aus, z.B. so:

ZITAT(Voyager @ 07.09.2009, 15:52) *
Hören LügenUrsel und Schäuble auf die Auskenner und Berater ? Offensichtlich nicht. Die Leute die die Politiker beraten ihre Vorhaben durchzusetzen sind dann eben keine Auskenner.


Erschütternt in diesem Zusammenhang ist, dass mehrere Gutachten etc. eingeholt werden und oft nur die, die einigermaßen in die eigene Richtung "passen" zur Beschlussfassung hinzugezogen werden. Und so wird dann oft mit Medienwirkungstheorien argumentiert, die eigentlich seit den 1950er Jahren schon widerlegt sind. Das ganze dann gepaart mit inszinierter Panikmache und mit gewissen "Killerargumenten" reicht dann leider vielen zur Entscheidung.
aido
@SebastianLE

Es ist genau so wie du es sagst. Wir werden am 10.09 in Hannover zu einer CDU-Tagung eingeladen. Die Themenschwerpunkte setzen wir dabei. Aber ich befürchte genau wie damals als von uns eine Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung abverlangt wurde, und wir uns wirklich Mühe gegeben haben und so gut wie alle Eventualitäten berüchsichtigt haben, uns auch hier wenig gehör geschenkt wird.
Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt wir bleiben weiter am Ball. thumbup.gif
Heike
@aido

Voyager hat Recht, ich dachte an die Fälle, bei denen zum Beispiel der Vater die eigene Tochter mißbraucht.
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