Rokop Security

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> Schutz persönlicher Daten in GB auf Datenträgern verboten
StormRider
Beitrag 13.08.2009, 10:23
Beitrag #1



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Na ja, die Überschrift hat etwas von Blah-Journalismus, aber Groß-Britannien wird langsam zu einem No go Area.
Neben anderen auf mich abstrus wirkende Dinge kann man auf der Insel wegen eines vergessenen Passwortes tatsächlich ins Gefängnis kommen. Irgendwo ist das hier schonmal erwähnt worden, bin aber jetzt zu faul zum suchen. Jedenfalls sollte man keine verschlüsselten Daten in GB besitzen bzw. vorher dem MiniKey alle Schlüssel zusenden, sonst kann einem folgendes passieren, wie der Heise-Newsticker berichtet:

Erste Passwort-Erzwingungshaft in Großbritannien
In Großbritannien sind zwischen 1. April 2008 und 31. März 2009 erste Haftstrafen verhängt worden, weil Beschuldigte die Herausgabe von Passwörtern bzw. von kryptografischen Schlüsseln verweigerten.
Na denn, mal wieder ein Kandidat für eine Urlaubsreise weniger.

mfg
StormRider

Edit:
HTML-Code-Leichen entsorgt

Der Beitrag wurde von StormRider bearbeitet: 13.08.2009, 10:24
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Peter 123
Beitrag 05.10.2009, 21:43
Beitrag #2



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So abstrus kommt mir das aber nicht vor.

Was passiert denn (egal, ob in Deutschland, Österreich, Großbritannien ...), wenn die Polizei einen Durchsuchungsbefehl für mein Büro oder meine Wohnung hat und ich dort die Herausgabe des Schlüssels für meine Schreibtischlade oder meinen Tresor verweigere? Ich nehme an, in diesem Fall sind auch Zwangsmaßnahmen möglich (ob Geld- oder Haftstrafen oder beides, das weiß ich nicht).

---> Im 21. Jahrhundert entspricht dem Tresorschlüssel für die Aufbewahrung möglicherweise brisanten Materials in gewisser Weise das Passwort für Computer, USB-Sticks usw. Wieso soll also jemand auf diese Weise etwas unbehelligt vor den Behörden verbergen dürfen, zu dessen Herausgabe er verpflichtet wäre? (Natürlich immer unter der Annahme, dass die ganze Durchsuchungsaktion unter rechtsstaatlichen Bedingungen abläuft.)

Also ich finde das eigentlich völlig in Ordnung.

ZITAT(StormRider @ 13.08.2009, 11:22) *
Neben anderen auf mich abstrus wirkende Dinge kann man auf der Insel wegen eines vergessenen Passwortes tatsächlich ins Gefängnis kommen.

So, so, "vergessen" haben sie das Passwort. wink.gif Ach die Armen, die da wegen ihrer "Vergesslichkeit" in Haft genommen wurden. laugh.gif

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Heike
Beitrag 05.10.2009, 22:35
Beitrag #3



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wenn niemand ein Passwort vergessen würde, wäre die Funktion sich ein neues Passwort zusenden lassen zu können, überflüssig. wink.gif

Ich habe sie schon öfter mal benutzt.


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Peter 123
Beitrag 05.10.2009, 23:37
Beitrag #4



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ZITAT(Heike @ 05.10.2009, 23:34) *
wenn niemand ein Passwort vergessen würde, wäre die Funktion sich ein neues Passwort zusenden lassen zu können, überflüssig. wink.gif

Ich bezweifle nicht, dass man Passwörter vergessen kann. Aber wenn jemand, dessen Computer durchsucht werden soll, sich auf seine angebliche Vergesslichkeit beruft, dann bin ich mehr als misstrauisch. Und wem seine Daten am Computer, USB-Stick usw. so wichtig sind, dass er sie mit einem Passwort schützt, der wird in aller Regel wohl auch Vorkehrungen gegen etwaige Vergesslichkeit treffen (indem er das Passwort in der einen oder anderen Art irgendwo ablegt/notiert). Ich habe die für mich wichtigen Passwörter jedenfalls nicht nur in meinem Kopf aufbewahrt. wink.gif

Ich glaube also nicht, dass jemand wegen Vergesslichkeit in Haft genommen wurde. wink.gif

Im Übrigen fällt die Bilanz dem zitierten Heise-Bericht zufolge ohnehin ziemlich harmlos aus:
ZITAT
Insgesamt seien in dem Berichtsjahr wegen Passwortverweigerung 15 Anordnungen ergangen, der sich 4 Personen beugten. Von den restlichen 11 wurden 7 angeklagt, 2 kamen ins Gefängnis.
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Gast_J4U_*
Beitrag 06.10.2009, 14:54
Beitrag #5






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ZITAT(Peter 123 @ 06.10.2009, 00:36) *
Ich habe die für mich wichtigen Passwörter jedenfalls nicht nur in meinem Kopf aufbewahrt.
Lass mich raten, die sind auf einem gelben Klebezettel unterm Monitorfuss. biggrin.gif

J4U

PS: Und was ist, wenn Du vergisst, wo der Zettel ist? wink.gif
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markusg
Beitrag 06.10.2009, 16:11
Beitrag #6



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In de kann man, wenn man die Daten nicht rausgibt ein halbes Jahr in beugehaft kommen. Also aufgepasst in der Dusche, ansonnsten macht sie ihrem Namen alle Ehre :p
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Peter 123
Beitrag 06.10.2009, 21:14
Beitrag #7



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ZITAT(markusg @ 06.10.2009, 17:10) *
In de kann man, wenn man die Daten nicht rausgibt ein halbes Jahr in beugehaft kommen.

Ich habe das nicht weiter recherchiert, aber ein oberflächlicher Blick ins Internet lässt eher vermuten, dass Beugehaft in Deutschland in solchen Fällen nicht in Frage kommt.

Hier gibt es z.B. einen langen Thread zu dem Thema (ist allerdings schon aus 2006):
http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=88970

Ich habe mir nur die erste Seite angesehen. Das hat mir gereicht. Da sieht man schon, wie leicht man offenbar die Behörden an der Nase herumführen - oder besser gesagt: ihnen die lange Nase zeigen - kann. Zitat eines Betroffenen (Beitrag Nr. 2):
ZITAT
bei mir haben sie anfang des jahres sämtliche pcs mitgenommen, meiner war komplett verschlüsselt. es gab zwar die frage nach dem passwort, aber das hab ich vergessen.


Interessant allerdings (Beitrag Nr. 5):
ZITAT
hab sie vor 1-2 monaten wiederbekommen, inkl sämtlicher festplatten. alle verschlüsselten hdds waren formatiert, die unverschlüsselten waren quasi unberührt.

Tja, Pech gehabt. Wenn er bedauerlicherweise so "vergesslich" war, dann musste die Behörde halt anderweitig versuchen, das Passwort zu knacken. Dabei kann dann halt auch eine Formatierung passieren. biggrin.gif


ZITAT(J4U @ 06.10.2009, 15:53) *
PS: Und was ist, wenn Du vergisst, wo der Zettel ist? wink.gif

Irgendwelche Was-wäre-wenn-Szenarien lassen sich immer konstruieren. Aber bei mir läuft das ohnedies nicht über einen Zettel. Da gibt es elegantere Lösungen (mit oder ohne Papier). wink.gif


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Sasser
Beitrag 08.10.2009, 22:21
Beitrag #8



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smile.gif gesetzt den Fall das Software generell immer Bugfrei ist, das Menschen unfehlbar sind und nichts vergessen, ein Stick mit einem 100 stelligem Passwort versehen,
nicht plötzlich den Geist aufgeben könnte, dann müssen Menschen halt in Beugehaft genommen werden.
Nein noch ist dies in Deutschland nicht möglich, aber auch wenn der Generalverdacht eines jeden Bundesbürgers mit PC und womöglich auch noch Internet-Anschlusses bereits durchgewinkt wurde, ist es wohl auch einem Staatsanwalt klar, dass Niemand dazu gezwungen werden kann, ein Passwort fehlerfrei zu hinterlegen. Denn sonst könnten wir auch Jeden verhaften der einen Safe zu Hause hat und plötzlich nicht mehr dran kommt. Eine Beschlagnahme vom Finanzamt halte ich für möglich. Aber das betrifft natürlich die Sache und nicht den Menschen.grins.
Aber Great Britania war schon immer ein Sonderfall....Höchste Kamera Dichte in der gesamten Öffentlichkeit( dank suggerierter Terror-Angst).
Kinder sind strafmündig und werden abgeurteilt. Ein Königshaus das eine Monarchie hochhält und ungetrübt an den Kollonialismus vergangener Zeiten erinnert. Eine Militärmacht, die sich für den 2.Nabel der Welt hält und munter die Kriegsflotten mobilisiert...siehe Falkland.
Also wen wundern da solche Nachrichten. ph34r.gif

Der Beitrag wurde von Sasser bearbeitet: 08.10.2009, 22:24


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Sicherheit ist kein Zustand sondern ein stetiger Prozess.

Das Leben ist ein Stirb und Werde.










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